Tagesgruppe RÜCKENWIND
Unsere Vision ist, dass Kinder, Jugendliche und ihre Familien eigenverantwortlich und selbstständig ihre vielfältigen Lebenskonzepte entwickeln und innerhalb unserer Gesellschaft leben können.
Unsere zentralen Werte - Verlässlichkeit, Offenheit, Innovation, Gelassenheit, Humor und Wertschätzung - sind dabei handlungsleitend.
Die Tagesgruppe ist eine Hilfe zur Erziehung gemäß § 32 SGB VIII / 35a SGB VIII mit dem Ziel, den Verbleib des Kindes in seiner Familie und seinem Lebensumfeld zu sichern. Dabei fördert die Tagesgruppe die Entwicklung des Kindes und stärkt bzw. entwickelt die Kompetenzen der Eltern.
Wir leben die Erziehungspartnerschaft und sehen uns durch regelmäßige Reflexionsgespräche in der Tagesgruppe wie auch aufsuchend im Familiensystem konstant als Problemlösungsassistenz.
Unser Konzept
Kinder entwickeln durch Interaktion wichtige Kommunikationsfähigkeiten, lernen ihre Gefühle auszudrücken und auf andere einzugehen. Konflikte in der Gruppe bieten Chancen, Problemlösungen, Kompromissbereitschaft und Perspektivwechsel zu erlernen. Gemeinsame Aktivitäten fördern Empathie, Selbstreflexion, Teamarbeit und das Verständnis sozialer Regeln. Vielfalt innerhalb der Gruppe stärkt zudem Toleranz und Akzeptanz. Pädagogische Fachkräfte unterstützen diesen Prozess gezielt durch strukturierte Angebote und Reflexion.
Unsere Zielgruppe
Unser Angebot richtet sich an Kinder im Grundschulalter (i.d.R. 6 bis 12 Jahre) sowie deren Familien, die sich aus unterschiedlichsten Gründen in komplizierten Lebenslagen befinden und von der Tagesgruppe profitieren können.
Mögliche Indikatoren aus Perspektive des Kindes:
- Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder -auffälligkeiten (Pflegebedürftigkeit steht nicht im Vordergrund)
- Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten
- Kinder, die aufgrund komplexer familiärer Situationen einen erhöhten Hilfebedarf haben
- Kinder mit Lern- und Schulschwierigkeiten
- Kinder, die neu im Land sind oder einen Migrationshintergrund haben und die von weiterer Integration profitieren können
- Kinder in einer Übergangsphase von einer stationären Hilfe zur Erziehung zurück in ein familiäres Umfeld
Mögliche Indikatoren aus Perspektive der Eltern:
- ein sich veränderndes familiäres Bezugssystem bspw. nach Trennung bzw. Scheidung oder Aufnahme in eine Pflege- bzw. Adoptivfamilie
- unklare Rollen innerhalb der Familie
- mangelnde erzieherische Präsenz im Familiensystem
- fehlende bzw. unzureichende Alltags- und Erziehungskompetenzen der Eltern
- belastende Lebensereignisse der Eltern und fehlende Ressourcen zur Bewältigung dieser
Voraussetzungen
Die Aufnahme erfolgt in enger Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt und basiert auf einer individuellen Hilfeplanung. Gemeinsam mit den Eltern und dem Kind werden Ziele definiert, die im Rahmen der Tagesgruppenarbeit verfolgt und regelmäßig überprüft werden.
